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Aktuelle Themen aus der Welt der Telekommunikation


Juli 2016

Anonymer Kauf von Prepaid-SIM-Karten zukünftig nicht mehr möglich

Der Bundestag hat kürzlich das Antiterrorgesetz beschlossen, zudem der Bundesrat nun seine Zustimmung erteilte. Somit wird dem anonymen Kauf von Prepaid-SIM-Karten zukünftig ein Riegel vorgeschoben, da Kunden ihre Identität mittels Personalausweis verifizieren müssen. Das „anonyme“ Mobiltelefonieren soll somit für Extremisten nicht mehr ohne weiteres möglich sein.

Kostenpflichtige Mehrwertdiensterufnummer im Impressum nicht ausreichend

Der Bundesgerichtshof BGH urteilte kürzlich, dass eine kostenpflichtige Mehrwertdiensterufnummer (wie z.B. 0900) im Impressum eines Web-Seitenbetreibers nicht den gesetzlichen Anforderungen des Telemediengesetzes (§5 Absatz 1 Nr. 2) entspricht. Der BGH stellte auch klar, dass kein Diensteanbieter dazu verpflichtet ist, eine kostenfreie Rufnummer zur Kontaktaufnahme bereitzustellen und das der Kunde die „üblicherweise“ anfallenden Verbindungsgebühren tragen muss.

Aus Versatel wird 1&1 Versatel

Bereits im September 2014 hatte die 1&1 Muttergesellschaft United Internet angekündigt, den Festnetz-Anbieter Versatel zu übernehmen. Nachdem die Übernahme nun vollzogen ist, wird auch der Unternehmensname angepasst. Aus Versatel wird ab dem 01. Juli 2016 die 1&1 Versatel GmbH. Gleichzeitig verabschiedet sich die 1&1 Versatel GmbH vom Privatkundengeschäft und richtet den Fokus auf das Geschäfts- und Großkundensegment.

Juni 2016

Die TAL (Teilnehmer-Anschluss-Leitung) für die Wettbewerber der Telekom wird günstiger

Die von der Bundesnetzagentur BNetzA vorgeschlagenen Entgelte für die sogenannte „Letzte Meile“ in Höhe von 10,02 € / netto, für die Kupferdoppelader vom HVT zum Endkunden, wurde von der EU-Kommission abgesegnet. Somit gelten ab dem 01. Juli 2016 die neuen Preise zur Anmietung einer TAL für die Wettbewerber der Deutschen Telekom AG. Ob und inwieweit sich diese Entgelte auf die Endkundentarife auswirken, bleibt abzuwarten.

Die Bundesnetzagentur lässt 300 Festnetzrufnummern abschalten

Bei den betroffenen Rufnummern handelt es sich um Festnetzrufnummern, bei denen das Unternehmen lediglich eine Ortsansässigkeit vortäuschte. Die Anrufer wurden jedoch durch eine Rufumleitung an den eigentlichen Sitz des Unternehmens weitergeleitet. Hierbei handelt es sich um einen klaren Wettbewerbsverstoß.

Die gesetzlichen Vorgaben für den Einsatz von Festnetzrufnummern mit Ortsvorwahl sehen vor, dass der Anbieter auch einen Standort (z.B. Filiale, Lager, usw.) im jeweiligen Vorwahlgebiet vorweisen muss.

Mai 2016

Störerhaftung bei frei nutzbaren W-LAN Hotspots wird abgeschafft

Bei der sogenannten Störerhaftung konnte bisher der Anbieter eines frei zugänglichen W-LAN Hotspots für Missbräuche der Nutzer (z.B. bei illegalen Downloads) haftbar gemacht werden.

Nach einer Vorentscheidung des europäischen Gerichtshofs, alle Anbieter von frei zugänglichen W-LAN Hotspots von der Störerhaftung zu befreien, kündigte die Bundesregierung an, diesem Vorentscheid folgen zu wollen.

Sonderrufnummer mit Vorwahl 0138 für Massenverkehrsdienste wird endgültig abgeschafft

Bereits seit dem 01. Januar 2016 wurden keine Sonderrufnummern mehr mit der Vorwahl 0138 zugeteilt und auch in der Zeit davor, kam diese Rufnummerngasse nur selten zum Einsatz. Für Massenverkehrsdienste hat sich in Deutschland die auch weiterhin verfügbare 0137-Rufnummer durchgesetzt.

April 2016

Die Deutsche Telekom AG erhöht das Highspeed-Datenvolumen für Bestandskunden

Ab dem 19. April 2016 kommen die Bestandskunden der Deutschen Telekom AG, die einen Magenta Mobil S, M oder L Tarif abgeschlossen haben, in den Genuss eines höheren Highspeed-Datenvolumens.

Beim Magenta Mobil S Tarif wird das Datenvolumen von 500 MB auf 1 GB erweitert, beim M Tarif stehen dann 3 GB zur Verfügung und beim L Tarif wird das Datenvolumen auf 6 GB angehoben. Der Tarif Magenta Mobil L Plus verfügt unverändert über 10 GB Highspeed-Datenvolumen.

WhatsApp wird sicherer

Ab dem 06. April 2016 überträgt WhatsApp alle Daten (Nachrichten, Fotos und Videos) verschlüsselt. Voraussetzung für die Nutzung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist der Einsatz der neuesten WhatsApp-Version beim Sender und Empfänger der Nachricht.

Roaming-Gebühren fallen teilweise bereits im April 2016 weg

Einige Mobilfunkanbieter, darunter die Deutsche Telekom, Vodafone und auch Telefonica O², streichen bzw. reduzieren bereits ab April 2016 die Roaming-Gebühren für Telefonate und die mobile Internetnutzung im europäischen Ausland, bevor ab dem 15. Juli 2017 der durch das EU-Parlament beschlossene komplette Wegfall der Roaming-Gebühren in Kraft tritt.

Bei der Deutschen Telekom AG z.B. sollen die neuen Tarife ab dem 19. April für Neukundenverträge gelten und bei Vodafone kommen Neukunden und Vertragsverlängerer bereits ab dem 14. April in den Genuss der neuen Tarife.

Februar 2016

Die eSIM kommt

Im Frühjahr werden Vodafone und Telefónica erstmals unter der Marke O2 eine Samsung-Smartwatch mit einer eingebauten eSIM (embedded SIM) auf den Markt bringen. Die fest verbaute SIM-Karte ist programmierbar und kann nicht ausgewechselt werden.

Bisher wurden die sogenannten eSIM-Karten vorwiegend in Fahrzeugen mit Vernetzung eingebaut.

Bei der Deutschen Telekom AG geht man davon aus, dass innerhalb der kommenden 10 Jahre die austauschbare SIM-Karte von der eSIM nahezu komplett verdrängt wird.

Oktober 2015

Roaming-Gebühren gehören ab dem 15. Juli 2017 innerhalb der Europäischen Union der Vergangenheit an

Das EU-Parlament in Straßburg hat jetzt der Abschaffung der Roaming-Gebühren ab 15. Juli 2017 zugestimmt.

Ursprünglich sollten bereits bis Ende 2015 die Roaming-Gebühren innerhalb der EU abgeschafft werden. Allerdings hatten sich mehrere EU-Mitgliedsländer für eine längere Übergangsfrist ausgesprochen. Die Abgeordneten billigten nun einen Kompromiss, der vorsieht, dass ab dem 30. April 2016 zunächst die Roaming-Gebühren bei Anrufen maximal 5 Cent je Minute, je SMS 2 Cent und je Megabyte Datenvolumen 5 Cent betragen dürfen, bevor diese ab dem 15. Juli 2017 endgültig abgeschafft werden.

Spannend dürfte die Frage bleiben, wie die Netzbetreiber mit Ländern umgehen, die zwar geographisch zu Europa gehören, aber nicht Teil der EU sind (z.B. die Schweiz).

In Deutschland wird täglich rund 4,9 Mio. Minuten mit Hotlines telefoniert

Die Analyse des VATM in Zusammenarbeit mit Dialog Consult zeigt auf, dass in Deutschland täglich 4,9 Mio. Minuten mit Hotlines telefoniert wird. Hierbei wurde die bisher auf Nummer eins stehende 0180er-Rufnummerngasse deutlich von der 0800er-Rufnummerngasse verdrängt. Festgestellt wurde ebenfalls, dass Mobilfunknutzer Hotlines mit 0800 Rufnummern den Vorzug geben, während Festnetznutzer eher Hotlines mit Festnetzrufnummer anrufen.

In der 0180er-Rufnummerngasse kommen täglich gerade noch 700.000 Gesprächsminuten zustande, während es in 2011 noch stattliche 2,3 Mio. Gesprächsminuten waren. Ebenso ist der Anteil der 0900-Rufnummerngasse mit täglich rund 100.000 Gesprächsminuten stark rückläufig.

September 2015

Vodafone Kabeldeutschland GmbH - Netzausbau mit 200 Mbit/s für Internetanschlüsse schreitet voran

Ab sofort können über 800.000 weitere Haushalte bei der Vodafone Kabeldeutschland GmbH schnelle Internetanschlüsse mit bis zu 200 Mbit/s im Downstream und 12 Mbit/s im Upstream beauftragen. Für 2016 ist zudem geplant, dass rund 10 Millionen Haushalte von den hohen Übertragungsraten profitieren können.

Voice over LTE bei der Deutschen Telekom AG noch nicht verfügbar

Während die Konkurrenten Vodafone und O² bereits seit Anfang 2015 für Ihre Kunden Voice over LTE anbieten, kommt es bei der Deutschen Telekom weiterhin zu Verzögerungen bei der Einführung der neuen Technik.

Deutsche Telekom AG führt „One Number“ Service ein

Die Deutsche Telekom AG bietet zunächst im Geschäftskundenbereich den „One Number“ Service bei Mobilfunkverträgen an. Hierbei kann bei abgehenden Mobilfunkgesprächen vorab entschieden werden, welche Rufnummer dem angerufenen übermittelt wird. Entweder wie bisher die Mobilfunkrufnummer oder aber die Festnetzrufnummer des Unternehmens. Um Missbrauch vorzubeugen, muss die gewünschte Festnetzrufnummer einmalig vom Nutzer im Telekom-Servicecenter autorisiert werden.

Gesetz gegen Routerzwang droht kurz vor dem Ziel doch noch zu scheitern

Nachdem der Gesetzentwurf, der allen Internetnutzern eine freie Routerwahl ermöglichen sollte, bereits vom Bundeskabinett und der EU abgesegnet wurde, scheitert es nun scheinbar an der Zustimmung des Bundesrates.

Am vergangenen Freitag (25.09.2015) hat der Bundesrat zu dem Entwurf eines erweiterten TK-Endgerätegesetzes Stellung bezogen. Mit der Stellungnahme werden zwei Kernpunkte des Gesetzentwurfes angezweifelt, die die freie Gerätewahl unabhängig von der Anschlussart gewährleisten sollten. Somit liegt der „Ball“ vorerst nun wieder beim BMWi.

Keine IPv4-Adressen mehr in Nordamerika verfügbar

Die ARIN (American Registry for Internet Numbers), die für die IP-Adressverwaltung in Nordamerika zuständig ist teilte mit, dass der IPv4-Adressraum nun komplett ausgeschöpft sei und keine freien IPv4-Adressen mehr zur Verfügung stünden.

Seit Juli diesen Jahres wurden die IPv4-Adressen bereits nur noch in kleinen 256er Blöcken zugeteilt und Interessenten für größere Adressbereiche wurden bereits auf eine Warteliste gesetzt.

August 2015

T-Online wird an Ströer verkauft

Die Deutsche Telekom trennt sich von ihrem Internetportal T-Online. Für die T-Online Kunden soll alles unverändert bleiben und selbst die @t-online.de E-Mail Adressen und Cloud-Angebote werden weiterhin durch die Telekom zur Verfügung gestellt und auf den eigenen Servern betrieben.

Das Unternehmen Ströer war bisher als Werbevermarkter bekannt.

Bundeskabinett will den Routerzwang abschaffen

Das Bundeskabinett hat am 13. August 2015 den Gesetzentwurf verabschiedet, durch den der Router-Markt liberalisiert werden soll. Sollte das Gesetzt beschlossen werden, dürfen die Netzbetreiber zukünftig ihren Kunden nicht mehr vorschreiben, welchen Router sie kaufen müssen.

Vodafone will ISDN deutlich länger betreiben als die Deutsche Telekom

Nach einer Pressemitteilung des Unternehmens werden Bestandskunden von Vodafone ihre ISDN-Anschlüssen noch bis zum Frühjahr 2022 weiter nutzen können. Zudem sollen für Geschäftskunden, die zu Vodafone wechseln möchten, noch bis 2019 ISDN-Neuanschlüsse bereitgestellt werden.

Juli 2015

IT-Sicherheitsgesetz passiert den Bundesrat

Der Bundesrat hat dem IT-Sicherheitsgesetz zugestimmt. Unter anderem werden durch das neue Gesetz Mindeststandards für IT-Sicherheit definiert. Betreiber kritischer Infrastrukturen, wie z.B. Telekommunikationsunternehmen oder Energieversorger, müssen zukünftig Mindeststandards zur IT-Sicherheit einhalten und im Falle von massiven Störungen diese auch an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) melden.

Das IT-Sicherheitsgesetz tritt in Kraft, sobald es vom Bundespräsidenten Joachim Gauck unterzeichnet und im Bundesgesetzblatt veröffentlicht ist.

September 2014

Deutsche Telekom – Kündigung alter VDSL-Verträge

Die Deutsche Telekom hat die ersten alten VDSL-Verträge mit ihren Kunden gekündigt und forciert somit die Umstellung auf All IP bis 2018.

Betroffen sind aktuell etwa 300.000 Kunden, die noch einen alten VDSL-Vertrag in Verbindung mit einem analogem- oder ISDN-Anschluss nutzen.

August 2014

Anbieterwechsel – „Letzte Meile“ verursacht Probleme

Wenn ein Kunde sich zu einem Wechsel seines Telefon- oder Internetanbieters entschlossen hat, ist dieser sehr häufig auf einen Techniker der Deutschen Telekom angewiesen, der die Frei- bzw. Umschaltung an der sogenannten „letzten Meile“ vornimmt.

Nicht selten vergehen mehrere Tage oder Wochen bis Telefon und Internetzugang wieder funktionieren, und das, obwohl das Telekommunikationsgesetz hierbei einen maximalen Ausfall von einem Kalendertag vorschreibt.

In diesem Zusammenhang teilt die Bundesnetzagentur mit, dass es im Zeitraum Juli 2013 bis Juli 2014 über 25.000 Beschwerden von Kunden gegeben hat, bei denen der Anbieterwechsel mit großen Problemen behaftet war. Zudem verhängte die Bundesnetzagentur aus diesen Gründen Bußgelder in Höhe von 225.000 € an drei große Anbieter.

Internetzugänge mit 200 Mbit/s bei Kabel Deutschland

Im Rahmen der IFA hat Kabel Deutschland angekündigt, die Geschwindigkeit seiner Internetangebote auf bis zu 200 Mbit/s zu steigern. Der hierzu erforderliche Netzausbau muss allerdings noch erfolgen. Die Planungen sehen vor, dass bereits ab November 2014 in den ersten Städten die höheren Übertragungsraten zur Verfügung stehen und bis Herbst 2015 etwa 3 Millionen Haushalte die bessere Performance nutzen können.

Interconnection-Gebühren im Mobilfunk sollen weiter sinken

Wenn es nach der Bundesnetzagentur geht, könnten ab dem 01. Dezember 2014 auch die Interconnection-Gebühren im Mobilfunkbereich, welche die Netzanbieter von Ihren Wettbewerbern für die Durchleitung von Mobilfunkgesprächen verlangen, in 2 Stufen sinken. In der 1. Stufe soll sich der Nettopreis von bisher 1,79 Cent je Minute auf 1,72 Cent je Minute reduzieren und in der 2. Stufe ab dem 01. Dezember 2015 auf 1,66 Cent je Minute.

Juli 2014

Bundesnetzagentur veröffentlicht Entscheidungsentwurf zur Senkung der Interconnection-Gebühren

Wenn es nach der Bundesnetzagentur geht, könnten ab dem 01. Dezember 2014 bereits die Interconnection-Gebühren im Festnetzbereich, welche die Netzanbieter von Ihren Wettbewerbern für die Durchleitung von Festnetzgesprächen verlangen, sinken. Hiernach reduziert sich der Nettopreis von bisher 0,36 Cent je Minute in der Hauptzeit (9:00 Uhr bis 18:00 Uhr) auf 0,24 Cent je Minute.

Die Deutsche Telekom muss weiterhin Pre-Selection und Call by call ermöglichen

Nach der Entscheidung der Bundesnetzagentur muss die Deutsche Telekom ihren Festnetzkunden auch weiterhin die Möglichkeit der dauerhaften (Pre-Selection) oder fallweisen (Call by call) Auswahl eines alternativen Netzbetreibers ermöglichen.

Die Bundesnetzagentur begründet dies damit, dass Pre-Selection und Call by call auch in Zeiten von Flatrates für bestimmte Kundengruppen immer noch eine wichtige Option darstelle.

Mai 2014

Der ISDN-Anschluss findet 2018 definitiv sein Ende

Die Deutsche Telekom hat ihre Pläne zur Umstellung auf All-IP-Technik für 2018 bekräftig. Somit sollen alle analogen- und ISDN-Anschlüsse bis zu diesem Zeitpunkt auf All-IP umgestellt sein.

Das Problem bei der mittlerweile in die Jahre gekommenen ISDN-Technik stellen die Ersatzteilversorgung und die zunehmend intensiver werdenden Wartungsarbeiten dar. Die beiden einzigen „ISDN-Lieferanten“, Siemens (EWSD) und SEL (S12), heute Alcatel-Lucent, können mittlerweile nur noch eingeschränkt Ersatzteile liefern, was einen Umstieg auf All-IP-Technik früher oder später unausweichlich macht.

Die Deutsche Telekom bietet Zusatzoption „All inclusive“ zur Reduzierung der Roaming-Gebühren an

Die Deutsche Telekom bietet ab Mai ihren Mobilfunkkunden eine kostenpflichtige Zusatzoption, mittels derer die Roaming-Gebühren während EU-Auslandsaufenthalten deutlich gesenkt werden können. Bei Vertragskunden kann die Zusatzoption „All inclusive“ mit einer Laufzeit von einem Jahr für 5,-€ monatlich hinzugebucht werden. Für Kunden, die lediglich während eines Urlaubsaufenthaltes diese Option nutzen möchten, besteht die Möglichkeit für 19.95€ eine 4-wöchige Nutzungsdauer zu buchen.

SMS-Versand erstmals seit der Einführung 1994 rückläufig

Der Bundesnetzagentur zufolge gab es beim SMS-Versand erstmals seit seiner Einführung einen Rückgang von 37 Prozent auf 37,9 Milliarden SMS zu verzeichnen.

Mit dafür verantwortlich dürften sicherlich auch die zahlreichen alternativen Messenger-Dienste, wie beispielsweise WhatsApp, sein.

April 2014

Der ISDN-Anschluss feiert seinen 25. Geburtstag

ISDN steht für „Integrated Services Digital Network“ und legte 1989 den Grundstein für die digitale Kommunikation.

Mit der Einführung des ISDN-Anschluss war es erstmals möglich, Sprache, Daten und Bilder gemeinsam über eine Anschlussleitung digital zu übertragen und mehrere Rufnummern zu nutzen. Zudem wurden heute selbstverständliche Feature, wie zum Beispiel die Rufnummernanzeige oder die Möglichkeit eingehende Anrufe weiterzuleiten, geschaffen.

Der ISDN-Anschluss wurde 1989 zunächst als nationales ISDN auf Basis des 1-TR6 Protokolls von der Deutschen Bundespost eingeführt und auch von ihrem Nachfolger, der Deutschen Telekom, intensiv vermarktet. Bereits kurze Zeit später wurde, durch die gleichzeitige Einführung in 20 weiteren Staaten, der Nachfolger, das EURO-ISDN mit dem DSS1 Protokoll, eingeführt.

Bis ISDN-Anschlüsse in Deutschland flächendeckend verfügbar waren vergingen jedoch noch weitere 6 Jahre, da zunächst alle Vermittlungsstellen digitalisiert werden mussten.

EU-Parlament beschließt die Abschaffung der Roaming-Gebühren

Die Abschaffung der Roaming-Gebühren für die Nutzung von mobilen Diensten (Telefonate, Datenverbindungen und SMS) im europäischen Ausland soll nach Willen des EU-Parlaments ab dem 15. Dezember 2015 erfolgen. Die Abgeordneten des EU-Parlaments haben sich Anfang April für den Wegfall dieser Extrakosten entschieden. Für die tatsächliche Umsetzung dieses Vorhabens wird jetzt noch die Zustimmung der betroffenen EU-Staaten benötigt, was mit großer Wahrscheinlichkeit noch einige Monate andauern dürfte.

Vodafone und Kabel Deutschland fusionieren

Der Startschuss für die Fusion von Vodafone und Kabel Deutschland ist gefallen. Somit erhält die Deutsche Telekom einen starken Wettbewerber, der den Telekommunikationsmarkt in Bewegung bringen dürfte. Für die Kunden der beiden Unternehmen soll sich zunächst nichts ändern. Beide Unternehmen werden vorerst weiter eigenständig agieren und auch weiterhin die jeweiligen Kunden selbst betreuen.

März 2014

Weiterhin unerlaubte Telefonwerbung

Obwohl bereits seit geraumer Zeit Werbeanrufe, auch Cold Calls genannt, ohne vorherige ausdrückliche Einwilligungserklärung des Verbrauchers nicht mehr zulässig sind, gehen bei der Bundesnetzagentur noch immer Beschwerden von Verbrauchern ein, die über unzulässige Werbeanrufe klagen.

Der Gesetzgeber hat im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) in den Paragrafen 7 und 20 eindeutig geregelt, dass Werbeanrufe nur noch nach vorheriger Einwilligung durch den Verbraucher erlaubt sind. Bei Verstößen können Bußgelder in Höhe von bis zu 300.000 Euro verhängt werden.

Ebenfalls ist eine Unterdrückung der Rufnummernanzeige bei Werbeanrufen nicht mehr zulässig und kann bei Verstößen ebenfalls geahndet werden.

Gesprächsvolumen über Call by Call sinkt weiter

Da nur noch Kunden der Deutschen Telekom Call by Call Dienste nutzen können und diese zudem oftmals über eine Flatrate verfügen, ist der Einsatz von Call by Call Vorwahlen für Gespräche in das deutsche Festnetz immer seltener erforderlich. Lediglich bei Gesprächen in ausländische Netze finden Call by Call Vorwahlen noch Zuspruch.

Aus diesem Grund hat jetzt auch der zur 01051-Telecom-Gruppe gehörende Call by Call Anbieter 01076 seinen Dienst eingestellt.

Januar 2014

Geplante EU-Reform des Telekommunikationsmarktes wird erst im Sommer kommen

Die geplante EU-Reform des Telekommunikationsmarktes, die unter anderem die Abschaffung der Roaminggebühren und den Breitbandausbau betrifft, wird voraussichtlich erst nach dem diesjährigen Sommer angegangen. Dies teilte der Sprecher der EU-Kommissarin in Brüssel mit. Ursprünglich sollte die Reform noch pünktlich vor den Sommerferien auf den Weg gebracht werden.

Landeskriminalamt warnt vor falschen Anrufen von Microsoft-Support-Mitarbeitern

Das Landeskriminalamt in Düsseldorf warnt vor Anrufen angeblicher Microsoft-Support-Mitarbeiter, die ihren Opfern einen Virenbefall ihres Computers vortäuschen und eine direkte Hilfe anbieten. Die Nutzer werden bei diesen Anrufen aufgefordert, eine Software zu installieren, mit der angeblich die Viren beseitigt werden können.
Tatsächlich gelangt jedoch gerade mit dieser Installation die schädliche Software erst auf den Computer. Microsoft hat bereits seit einiger Zeit reagiert und eine Web-Seite für Betroffen eingerichtet.

Dezember 2013

Deutsche Telekom AG nimmt DSL-Drosselungsklausel zurück

Die Deutsche Telekom AG reagiert auf die starke Kritik bezüglich ihrer DSL-Drosselungsklausel und entfernt diese mit Wirkung zum 5.12.2013 aus allen Festnetzverträgen bei Neu- und Bestandskunden. Zukünftig will die Deutsche Telekom AG ungedrosselte Flatrates und gedrosselte Volumentarife anbieten. Wie diese Angebote im Detail aussehen, ist noch nicht bekannt. Zudem teilte die Geschäftsführung der Deutschen Telekom AG im Rahmen einer Pressekonferenz mit, dass die Produktgestaltung wie auch die Kommunikation mit dem Kunden zukünftig transparenter und somit auch einfacher werden soll.

Oktober 2013

Unerlaubte Werbeanrufe und Spam nehmen deutlich ab

Der Branchen-Verband BITKOM berichtet, dass die Zahl der Beschwerden bei der Bundesnetzagentur wegen unerlaubten Werbeanrufen und Spam-E-Mails in den vergangenen 2 Jahren um fast 60% abgenommen hat. Einen sehr deutlichen Rückgang gibt es in diesem Zusammenhang bei unerlaubten Werbefaxen aus dem Ausland zu vermelden.

Call by Call und Preselection auf dem Rückzug

Einmal jährlich wirft der Branchenverband VATM einen Blick auf den gesamten Telekommunikationsmarkt und dessen Entwicklung. Demnach verliert das deutsche Festnetz auch in Zeiten von Mobilfunkflatrates kaum an Bedeutung. Aktuell werden immerhin noch rund 230 Millionen Gesprächsminuten jährlich über das Festnetz geführt. Der Festnetzmarkt hat sich somit in den vergangenen 6 Jahren trotz eines boomenden Mobilfunkmarktes lediglich um 30 Millionen Gesprächsminuten reduziert.

Die Call by Call und Preselection Verbindungen hingegen sind seit 2008 von 90 Millionen auf rund 25 Millionen Gesprächsminuten zurückgegangen und haben somit sehr deutlich am Marktanteil verloren.

Vodafone sichert sich die Mehrheit an Kabel Deutschland

Vodafone übernimmt den Kabelanbieter Kabel Deutschland mit einem Anteil von 76,57%. Die EU-Kommission hatte keinerlei Bedenken bezüglich der Übernahme und gab bereits im September grünes Licht.

Durch die Übernahme des Kabelanbieters stehen Vodafone nun neue Möglichkeiten im Kampf um Marktanteile mit der Deutschen Telekom AG offen, ohne das hierzu zunächst viele Milliarden in den Ausbau eines eigenen Netzes investiert werden müssen.

August 2013

EU Kommission plant die Abschaffung der Roaminggebühren

Wenn es nach dem Willen der EU Kommission geht, wird es in absehbarer Zukunft keine Roaminggebühren mehr geben. Die Mobilfunknutzung im europäischen Ausland würde somit nochmals deutlich günstiger.

Angedacht ist ein Zweiwegemodell, welches vorsieht, entweder die Roaminggebühren auf das Inlandsniveau zu reduzieren oder dem Kunden bei Reisen ins europäische Ausland den Wechsel zu einem Roaminganbieter mit günstigeren Tarifen zu ermöglichen.

Zudem sieht der Gesetzesentwurf vor, Mobilfunkanbieter, die die Roaminggebühren nicht anpassen wollen, dazu zu verpflichten, ihren Kunden bei Auslandsaufenthalten einen vorübergehenden und einfachen Anbieterwechsel ohne den Austausch der SIM-Karte zu er möglichen.

Weiterhin sollen auch Festnetztelefonate vom Inland in ein europäisches Nachbarland günstiger werden. Demnach dürfen diese Gespräche maximal wie ein inländisches Ferngespräch bepreist werden.

Juli 2013

Weitere Stufe der EU-Roaming-Verordnung tritt in Kraft - Mobilfunkpreise im Ausland sinken

Ab dem 01.07.2013 tritt eine weitere Stufe der EU-Roaming-Verordnung in Kraft, in der die Roaming-Höchstpreise für die Telefonie, den SMS-Versand und die Datenübertragung innerhalb des europäischen Auslands geregelt werden.

Dies hat zur Folge, dass die Mobilfunkpreise für die Nutzung im europäischen Ausland erneut sinken werden.

Ab sofort gelten somit folgende Roaming-Höchstpreise:

  • Abgehende Gespräche: maximal 28,56 Cent / Minute (bisher 34,51 Cent)

  • Ankommende Gespräche: maximal 8,33 Cent / Minute (bisher 9,52 Cent)

  • SMS-Versand: maximal 9,52 Cent / SMS (bisher 10,71 Cent)

  • Datenübertragung: maximal 53,55 Cent / MB (bisher 83,3 Cent)

01056 stellt zum 01.08.2013 den Betrieb ein

Der Call by Call Anbieter Arcinum GmbH aus Neu-Isenburg - 01056 - hatte bereits im Januar 2013 Insolvenz angemeldet und stellt nun zum 01.08.2013 endgültig den Betrieb ein.

Juni 2013

Die Deutsche Telekom AG reagiert auf massive Kritik bezüglich der geplanten Drosselung bei Internetanschlüssen

Die von der Deutschen Telekom AG geplante Drosselung der Übertragungsgeschwindigkeit bei erreichen eines Übertragungsvolumens von 75 Gigabyte in Verbindung mit Internetzugängen ist auf massive Kritik gestossen.

Aus diesem Grund rudert die Deutsche Telekom AG bei der Drosselung ein wenig zurück. Die Geschwindigkeitsdrosselung soll nun nicht wie geplant auf 384 kBit/s, sondern auf 2 Mbit/s erfolgen.

Weiterhin sollen aber dennoch Flatrates ohne Drosselung angeboten werden.

Mai 2013

EU Verbraucherrechtrichtlinie – Kostenpflichtige Kundenhotlines ab 2014 vor dem Aus?

Ab 2014 tritt eine weitere Änderung der EU-Verbraucherrechtrichtlinie in Kraft, die unter anderem den Einsatz von kostenpflichtigen Kundenhotlines einschränkt und sich speziell auf den Onlinehandel auswirken dürfte.

Die Verbraucherrechtrichtlinie sieht vor, dass bei bestehenden Kundenbeziehungen (z.B. im Gewährleistungs- oder Garantiefall, bei Rückfragen zur Bestellung oder zum Vertragsverhältnis) keine kostenpflichtige Sonderrufnummern (0180x, 0700, 0900x) mehr eingesetzt werden dürfen.

Die Kosten für den Anrufer dürfen sich in solchen Fällen lediglich noch in Höhe des „Grundtarifs“ bewegen, wie dies bei der Anwahl eines herkömmlichen Festnetz- oder Mobilfunkanschluss der Fall ist.

Für „Nichtkunden“ soll der Einsatz von kostenpflichtigen Hotline Rufnummern weiterhin zulässig bleiben. Allerdings stellt sich hier die Frage, ob und sofern ja, wie praktikabel solch eine zweigleisige Rufnummernpolitik für Unternehmen tatsächlich sein wird.

April 2013

Die Deutsche Telekom AG stellt die Tarifstruktur für Internetanschlüsse im Festnetz um

Ab dem 02. Mai 2013 will die Deutsche Telekom AG aus Kostengründen bei Internetanschlüssen im Festnetzbereich, bei erreichen eines Übertragungsvolumens von 75 Gigabyte, die maximal zur Verfügung stehende Übertragungsgeschwindigkeit auf 384 kBit/s drosseln. Mit der Umsetzung der Geschwindigkeitsbegrenzung will die Telekom auch Zubuchoptionen anbieten, die es dem Nutzer ermöglichen, weiterhin mit voller Geschwindigkeit zu surfen.

Zunächst soll diese Geschwindigkeitsbegrenzung nur bei Neuverträgen und Vertragsänderungen und auch nur für Privatkunden gelten. Laut der Deutschen Telekom verbraucht ein Kunde im Durchschnitt heute monatlich zwischen 15 und 20 Gigabyte, wodurch widerum nur die wenigsten Kunden von der geplanten Geschwindigkeitsdrosselung betroffen wären.

März 2013

Die Deutsche Telekom AG plant die Umstellung aller analogen Festnetzanschlüsse bis 2016

Aus Kostengründen plant die Deutsche Telekom AG alle analogen Festnetzanschlüsse bis 2016 auf sogenannte All-IP-Anschlüsse umzustellen. Aktuell ist bereits die Beauftragung für Neukunden von analogen Festnetzanschlüssen nur noch sehr eingeschränkt möglich.

Januar 2013

Die neuen Rufnummernbereiche 0180-6 und 0180-7 können ab dem 01.05.2013 aktiv geschaltet werden

Die Einrichtung der neuen Rufnummernbereiche 0180-6 und 0180-7 kann zwar bereits jetzt bei den Netzbetreibern in Auftrag gegeben werden, allerdings werden diese Rufnummernbereiche aus regulatorischen Gründen erst ab dem 01.05.2013 anwählbar sein.

Dezember 2012

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die ersten Rufnummern aus den Rufnummernbereichen 0180-6 und 0180-7 zugeteilt

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat mittlerweile bereits fast 3600 Rufnummern der Gassen 0180-6 und
0180-7 im Rahmen des sogenannten Tag-Eins-Verfahrens zugeteilt. Von diesen 3600 Zuteilungen fallen ca. 70 Prozent auf die 0180-6er Gasse und 30 Prozent auf die 0180-7er Gasse.

Die nächste Möglichkeit Rufnummern der Gassen 1080-6 und 0180-7 zu beantragen wird es zwischen dem 03. und 24. Januar 2013 geben. Allerdings ist in diesem Zeitraum dann jeder Antragsberechtigt, der eine Rufnummer dieser Gassen nutzen möchte. Bisher war die Beantragung auf Inhaber mit gleichlautender Rufnummern (z.B. aus den Gassen 01805) beschränkt. Die in diesem Zeitraum bei der BNetzA eingehenden Anträge werden alle als zeitgleich eingegangen angesehen. Gehen mehrere Anträge für die gleiche Servicerufnummer ein, entscheidet das Losverfahren über die Zuteilung.

Nach dem 24.01.2013 erfolgt die Zuteilung für Servicerufnummern der Gassen 0180-6 und 0180-7 im regulären Verfahren.

Der LTE-Netzausbau der Mobilfunkanbieter schreitet voran

Laut einer Meldung der Deutschen Telekom sind mittlerweile 100 Großstädte an das LTE-Netz angebunden und bei Vodafone spricht man sogar davon, dass 60 Prozent der Fläche von Deutschland bereits mit LTE versorgt werden können.

Eine 85 prozentige Versorgung in Deutschland mit dem LTE-Breitbandnetz wird bei der Deutschen Telekom bis 2016 angestrebt. Bei Vodafone hingegen geht man sogar von einer 100 prozentigen verfügbarkeit bis zum Jahr 2015 aus.

Der dritte LTE-Anbieter O2 ist bisher lediglich in einigen Ballungszentren mit seinem LTE-Netz vertreten.

August 2012

Bundesnetzagentur (BNetzA) verfügt Öffnung der Rufnummerngassen 0180-6 und 0180-7

Am 08.08.2012 hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) die Öffnung der zusätzlichen Rufnummerngassen 0180-6 und 0180-7 verfügt. Insbesondere soll hierdurch eine Möglichkeit geschaffen werden, die Vorgaben der kostenlosen Warteschleife in der Stufe 2 zu erfüllen.

0180-6:
In der Rufnummerngasse 0180-6 kommt ein Blocktarif zum Tragen, der für Anrufe aus dem Festnetz und für Anrufe aus Mobilfunknetzen gleichermaßen, jedoch mit unterschiedlicher Bepreisung, gilt.

  • Anrufe aus dem Festnetz -> 0,20€ je Verbindung

  • Anrufe aus Mobilfunknetzen -> maximal 0,60€ je Verbindung (gesetzlich vorgeschriebene Preisobergrenze)

0180-7:
In der Rufnummerngasse 0180-7 wird es generell eine für den Anrufer kostenfreie Zeit von 30 Sekunden zu Beginn der Verbindung geben. Nach Ablauf der ersten 30 Sekunden fallen dann die mit der 0180-5er Rufnummerngasse identischen Verbindungsentgelte an.

  • Anrufe aus dem Festnetz -> 0,14€ je Minute

  • Anrufe aus Mobilfunknetzen -> max. 0,42€ je Minute (gesetzlich vorgeschriebene Preisobergrenze)

Diese ersten kostenfreien 30 Sekunden der Verbindung sollen nachgelagerte Warteschleifen von bis zu 30 Sekunden (z.B. beim Weiterverbinden) ermöglichen. Allerdings sind die Anbieter in diesen Fällen dazu verpflichtet, dass keine über die 30 Sekunden hinausgehenden Wartezeiten entstehen.

Wie realistisch bzw. sinnvoll und vor allem nachvollziehbar diese Regelung in der Praxis sein dürfte, bleibt abzuwarten.

Antragstellung auf Zuteilung bei der Bundesnetzagentur (BNetzA):
In der Zeit vom 12.11.2012 bis 26.11.2012 können diese Zuteilungsnehmer bevorrechtigte Anträge auf die Pendants Ihrer Rufnummer in den neuen Rufnummerngassen stellen.

Ab wann erstmalig eine Zuteilung der neuen Rufnummerngassen 0180-6 und 0180-7 erfolgt, ist bisher noch unklar.

Juli 2012

Neue EU-Roaming-Verordnung tritt in Kraft - Mobilfunkpreise im Ausland sinken

Ab dem 01.07.2012 tritt die neue EU-Roaming-Verordnung in Kraft, in der die Roaming-Höchstpreise für die Telefonie, den SMS-Versand und die Datenübertragung innerhalb des europäischen Auslands geregelt werden. Dies hat zur Folge, dass pünktlich zur Ferienzeit die Mobilfunkpreise für die Nutzung im Ausland sinken werden.

Ab sofort gelten somit folgende Roaming-Höchstpreise:

  • Abgehende Gespräche: maximal 34,51 Cent / Minute

  • Ankommende Gespräche: maximal 9,52 Cent / Minute

  • SMS-Versand: maximal 10,71 Cent / SMS

  • Datenübertragung: maximal 83,30 Cent / MB

Bei der Datenübertragung wurde zudem die Abrechnung in 1kB-Schritten festgelegt.

In den kommenden Jahren werden jeweils zu den Stichtagen 01.07.2013 und 01.07.2014 die Höchstpreise nochmals nach unten reguliert.

Mai 2012

Gesetze zur TKG Novelle wurden am 03.05.2012 vom Bundespräsidenten unterzeichnet

Der Bundespräsident hat die neuen Gesetze zur TKG Novelle, die unter anderem auch die Regelungen zur kostenlosen Warteschleife enthalten, am 03.05.2012 unterschrieben.

Die Veröffentlichung im Gesetzesblatt erfolgte am 09.05.2012. Somit ist das Gesetz jetzt in Kraft und fordert eine zeitnahe Umsetzung.

Daraus resultierend ergeben sich nachfolgende Stichtage für die Realisierung der kostenfreien Warteschleife in Verbindung mit kostenpflichtigen Rufnummern (0180, 0900, 0700, 118x):

  • Stufe 1: ab dem 01.09.2012

  • -> Die ersten 120 Sekunden der Warteschleife müssen für den Anrufer kostenfrei sein (verzögertes Conncet).
    -> Die Bearbeitung des Anliegen darf, sofern diese in direktem Zusammenhang mit dem Anliegen steht, auch automatisiert erfolgen.
    -> Im weiteren Anrufverlauf, z.B. bei der Weitervermittlung, dürfen Warteschleifen weiterhin kostenpflichtig sein.

  • Stufe 2: ab dem 01.06.2013

  • -> Die Bearbeitung des Anliegen darf, sofern diese in direktem Zusammenhang mit dem Anliegen steht, auch weiterhin automatisiert erfolgen.
    -> Im weiteren Anrufverlauf, z.B. bei der Weitervermittlung, müssen Warteschleifen ebenfalls für den Anrufer kostenfrei sein.
    -> Beim Einsatz von Warteschleifen muß der Anrufer auf die voraussichtliche Wartedauer hingewiesen werden.

April 2012

Inkrafttreten der TKG-Novelle verzögert sich weiter

Die kostenlosen Warteschleifen werden kommen, dass steht fest. Allerdings wurde das Gesetz bisher immer noch nicht vom Bundespräsidenten unterzeichnet. Somit wird sich die Einführung weiter verzögern.

Sollte das Gesetz noch im April vom Bundespräsidenten unterschrieben werden, kann es frühestens zum 1. August 2012 in Kraft treten.


Ärztlicher Bereitschaftsdienst unter bundeseinheitlicher Rufnummer 116117 erreichbar

Seit dem 16. April ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der bundesweit kostenfreien Rufnummer 116117 erreichbar.

Die Rufnummer wurde von der kassenärztlichen Vereinigung eingeführt, um in nicht lebensbedrohlichen Notfällen, schwerpunktmäßig nachts, an Wochenenden und Feiertagen, ärztliche Unterstützung anfordern zu können. Bei lebensbedrohlichen Notfällen ist weiterhin die 112 anzuwählen.

Die eingehenden Anrufe werden von ausgebildetem Fachpersonal in einer Notdienstzentrale angenommen und an die entsprechenden Stellen weitergeleitet.

Aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz ist die Rufnummer 116117 ohne zusätzliche Vorwahl kostenfrei erreichbar.

Februar 2012

Vertreter von Bundesrat und Bundestag erzielen Einigung im Vermittlungsausschuss zur TKG-Novelle

Der Vermittlungsausschuss hat am 09.02.2012 den Weg zur Umsetzung der TKG-Novelle freigemacht.

Sofern der Bundestag Ende Februar das Gesetz beschließt, was nur noch Formsache sein sollte, so wird es nach Zustimmung des Bundesrates bereits Anfang März in Kraft treten können.

Somit müssen Warteschleifen bei Servicehotlines, die über eine kostenpflichtige Rufnummer erreichbar sind, zukünftig für den Anrufer kostenlos sein.

In der 1. Stufe gilt dies nur für Warteschleifen zu Beginn einer Verbindung. In der 2. Stufe gilt dies jedoch zu jederzeit einer Verbindung, also beispielsweise auch bei der Gesprächsweiterleitung von Mitarbeiter A zu Mitarbeiter B.

Für die Diensteanbieter und die Netzbetreiber gilt es nun, schnellstmöglich die Stufe 1 (max. 120 Sekunden mittels verzögertem Connect) zu implementieren und für die Stufe 2 eine technische Lösung zu entwickeln.

Die ursprünglich in der Stufe 2 vorgesehene maximale Dauer von 30 Sekunden, die eine Warteschleife während einer Verbindung kostenpflichtig sein darf, kommt nicht zur Umsetzung. In Stufe 2 müssen Warteschleifen für den Anrufer generell kostenlos sein.

November 2011

Keine Einigung im Bundesrat bei TKG-Novelle

Der Bundesrat hat in seiner Abstimmung zur TKG-Novelle den Vermittlungsausschuss angerufen. Somit könnte sich die Umsetzung der neuen Gesetze - unter anderem auch die Umsetzung der kostenlose Warteschleife - verzögern.

Oktober 2011

TKG-Novelle passiert Bundestag

Der geänderten Fassung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) wurde am 27.10.2011 vom Bundestag beschlossen. Im Bezug auf die Umsetzung von kostenlosen Warteschleifen wurde die Gesetzesvorlage weitestgehend übernommen. Der Bundesrat muss jetzt den Änderungen noch zustimmen.

Stufe 1:

  • Warteschleifen zu Beginn der Verbindung müssen kostenlos sein (max. 120 Sekunden mittels verzögertem Connect)
  • Warteschleifen während der Verbindung dürfen auch weiterhin kostenpflichtig sein (z.B. beim Weiterverbinden von Mitarbeiter A zu B)
  • Beim Verstoß können Bußgelder in Höhe von bis zu 100.000€ verhängt werden

Stufe 2:

  • Warteschleifen müssen zu jederzeit der Verbindung kostenlos sein
  • Beim Einsatz von Warteschleifen muss der Anrufer darüber informiert werden, ob die Warteschleife kostenlos ist oder die Gesprächsverbindung zu einem Festpreis abgerechnet wird
  • Die vorraussichtliche Wartedauer muss angesagt werden
Wie die technische Umsetzung der Stufe 2 erfolgen kann, ist weiterhin völlig unklar und stellt Netzbetreiber wie auch TK-Anlagenhersteller vor große Herausforderungen.

August 2011

Deutsche Telekom stellt den Vertrieb von 0900 Servicerufnummern und Diensten ein

Die Deutsche Telekom hat den Vertrieb von 0900 Servicerufnummern und Diensten bereits seit Mitte Juli diesen Jahres eingestellt und jegliche Produktinformationen zum Thema 0900 von ihren Web-Seiten verbannt.

Seit kurzer Zeit werden jetzt auch bestehende Verträge mit Kunden, die bei der Deutschen Telekom 0900 Servicerufnummern geschaltet haben, zum 01.11.2011 gekündigt. Dies führt dazu, dass viele Kunden sich einen neuen Anbieter für ihre 0900 Servicerufnummern und Dienste suchen müssen.

Mit ein Grund für diese Entscheidung dürfte das stetig rückläufige Marktvolumen im Bereich der 0900 Dienste sowie das negative Image durch den Missbrauch einzelner Marktteilnehmer und die Zunahme alternativer Bezahlmethoden sein.

Für Nutzer von 0900 Servicerufnummern ändert sich jedoch nichts. Anrufe, die vom Netz der Deutschen Telekom zu 0900 Servicerufnummern getätigt werden, bleiben weiterhin möglich und werden auch weiterhin von der Deutschen Telekom abgerechnet.

Sollten Sie von dieser Kündigung betroffen sein und einen neuen Anbieter für Ihre 0900 Servicerufnummern suchen, so scheuen Sie sich nicht uns anzusprechen! Wir können Ihnen über unsere Partnercarrier günstige Konditionen für 0900 Servicerufnummern und Dienste anbieten.

März 2011

Gesetzentwurf zur kostenlosen Warteschleife liegt vor

Anfang März hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der vorsieht, dass Warteschleifen bei Servicehotlines ab Mitte 2012 für den Anrufer kostenlos sein müssen.
Der genaue Zeitpunkt für die Einführung ist jedoch noch offen. Fest steht allerdings, dass es eine mehrmonatige Übergangsfrist für die technische Realisierung geben wird und zu Beginn ein 2-Stufen-Modell Anwendung findet.

Stufe 1:

Bei Verbindungsbeginn müssen Warteschleifen in den ersten 120 Sekunden für den Anrufer kostenfrei sein. Die Realisierung der Stufe 1 kann bedingt, mittels des sogenannten „Verzögerten Connects“, durch Warteschleifen auf Netzbetreiberebene erfolgen. Hierzu wird die Rufaufbauphase, die maximal 2 Minuten betragen kann, genutzt und vereinfacht dargestellt, dass Klingelzeichen durch die Warteschleife ersetzt.

Nach maximal 2 Minuten wird jedoch auch die Verbindung mit dem Anrufer automatisch getrennt und dieser muss dann gegebenenfalls erneut anwählen. Während dieser 2 Minuten sind zudem keinerlei Interaktionen mit dem Anrufer möglich, um z.B. einen Rückrufwunsch durch drücken einer Taste anzufordern oder eine Nachricht auf der Mailbox zu hinterlassen.

Warteschleifen, die im weiteren Gesprächsverlauf entstehen, z.B. beim Weiterverbinden, dürfen zunächst weiterhin kostenpflichtig sein.

Stufe 2:

In Stufe 2 müssen alle Warteschleifen für den Anrufer kostenfrei sein, selbst jene, die unter Umständen bei der Weitervermittlung des Anrufers entstehen, sofern diese länger als 30 Sekunden andauern. Jeder Anrufer muss zudem vorab über die voraussichtliche Wartedauer informiert werden.

Laut Gesetzentwurf soll die Stufe 2 zwölf Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes beginnen.

Für wen gelten diese Vorgaben?

Betroffen von dieser Gesetzesänderung sind alle Anbieter, die ihre Dienste über kostenpflichtige Rufnummern, wie beispielsweise die 0900er- oder 0180er-Gasse, anbieten. Anbieter, die ihre Dienste über 0800 oder geographische Rufnummern mit Ortsvorwahl erbringen, sind von dieser Neuregelung nicht betroffen. Ebenfalls werden Anrufe aus dem Ausland und in Mobilfunknetze von dieser Regelung ausgenommen.

In der 0180er-Gasse wird zudem unterschieden, ob es sich um einen Minutentarif oder um einen Blocktarif handelt. Bei Rufnummern mit Minutentarifen (01801, 01803 und 01805) muss die Warteschleife für den Anrufer zukünftig kostenlos sein. Bei Rufnummern mit Blocktarifen (01802 und 01804) müssen Anrufer aus dem Festnetz zu Beginn nur über die Kosten für den Anruf informiert werden, da es sich um einen Festpreis unabhängig von der Gesprächsdauer handelt. Für Anrufe aus Mobilfunknetzen hingegen muss die Warteschleife auch bei Blocktarifen kostenlos sein, da auch hier je Gesprächsminute abgerechnet wird. Gleiches gilt auch für 0900 Rufnummern mit Blocktarifen, sprich Festpreisen pro Anruf.

Wie sieht die technische Realisierung aus?

Aktuell ist für die Stufe 2 noch völlig unklar wie die technische Realisierung dieser Gesetzesvorgabe erfolgen soll bzw. kann, da stand heute kostenlose Warteschleifen nur für Rufnummern die im sogenannten Offline-Billing-Verfahren abgerechnet werden, bedingt realisierbar sind. Weiterhin ist auf Netzbetreiberebene, der die Abrechnung des Anrufers vornehmen muss, in keinster Weise eindeutig auswertbar, ob der Anrufer, nachdem er bereits mit einem Mitarbeiter verbunden war, nochmals wietervermittelt wurde und aus diesem Grund weitere Zeit in einer Warteschleife zubringen musste.

Bei den Mobilfunktarifen, die alle mittels des Online-Billing-Verfahrens abgerechnet werden, stellt die technische Realisierung ebenfalls eine große Herausforderung für die Anbieter dar.

Dezember 2010

Umsatzsteuererhöhung in verschiedenen europäischen Ländern

Ab dem 01. Januar 2011 treten in einigen europäischen Ländern die beschlossenen Umsatzsteuererhöhungen in Kraft. Dies hat zur Folge, dass Anbieter von Servicerufnummern unter Umständen mit geänderten Bruttoanrufertarifen konfrontiert werden und gegebenenfalls die Preisangaben bei der Bewerbung der Rufnummern anzupassen sind.

In folgenden europäischen Ländern ändert sich die Umsatzsteuer:

  • Polen: Erhöhung von 22% auf 23%
  • Portugal: Erhöhung von 21% auf 23%
  • Slowakei: Erhöhung von 19% auf 20%
  • Schweiz: Erhöhung von 7,6% auf 8%
  • Großbritannien: Erhöhung von 17,5% auf 20%

September 2010

Kostenlose Warteschleifen bei Service- und Mehrwertdiensterufnummern

Die Bundesregierung hat sich darauf verständigt, dass zukünftig die Warteschleifen für den Anrufer kostenlos sein müssen. Dies soll für Anrufe aus Fest- und Mobilfunknetzen gelten.

Aktuell ist die Einrichtung einer kostenlosen Warteschleife nur bei 0900 Rufnummern, die im sogenannten Offline-Billing Verfahren abgerechnet werden, realisierbar.

Die in diesem Zusammenhang diskutierte neue 0180-0 Rufnummerngasse stellt ebenfalls keine wirklich sinnvolle Lösung dar, da lediglich für Anrufe aus dem Festnetz eine kostenlose Warteschleife realisiert werden könnte. Anrufe aus Mobilfunknetzen würden wie bei den anderen 0180 Rufnummerngassen mit bis zu 0,42€ je Minute abgerechnet werden.

Juli 2010

Änderung des Fernmeldegesetzes in der Schweiz

Ab dem 01. Juli 2010 tritt die Änderung des Fernmeldegesetzes der Schweiz in Kraft, was sich unter anderem auf die Bewerbungsrichtlinien bei 090x-Rufnummern auswirkt.

Ab diesem Stichtag sind die Betreiber von 090x-Nummern verpflichtet bei der Bewerbung der Rufnummer darauf hinzuweisen, dass sich der angegebene Tarif auf Anrufe ab Festnetz bezieht.

Beispiele für die Preisangabe bei der Bewerbung:

  • 090x-123456 (Fr 2,50 ab Festnetz)

  • oder

  • 090x-123456 (CHF 2,50 ab Festnetz)

Weiterhin ist zu beachten, dass gemäß Art. 13a Abs. 4 PBV (Preisbekanntgabeverordnung) der Preis bei jeder schriftlichen Bekanntgabe der 090x-Nummer in gleicher Größe wie die Nummer und in deren unmittelbaren Nähe angegeben werden muss.

März 2010

Änderung des deutschen Telekommunikationsgesetzes tritt in Kraft

Ab dem 01. März 2010 tritt die Änderung des deutschen Telekommunikationsgesetzes in Kraft.

Ab diesem Stichtag gehört die Bezeichnung "Shared Cost" für die 0180-Rufnummerngasse der Vergangenheit an und die neue Bezeichnung "Service-Dienste" erhält Einzug.

Weiterhin müssen ab dem 01.03.2010 bei der Bewerbung von 0180-Rufnummern zusätzlich zum Festnetzpreis auch die Kosten für Anrufe aus Mobilfunknetzen angegeben werden. Die Kosten für Anrufe aus Mobilfunknetzen wurden diesbezüglich von der Bundesnetzagentur nunmehr mit einer Obergrenze von maximal 0,42€ je Minute festgelegt. Im Gegensatz zu Anrufen aus dem Festnetz wird bei Mobilfunkanrufen nicht zwischen Block- und Minutentarif unterschieden. Für Anrufe aus Mobilfunknetzen gilt immer der Minutentarif.

Beispiele für die Preisangabe bei der Bewerbung von 0180-Rufnummern:

  • 01801 -> 0,039€ / Min a. d. dt. Festnetz / max. 0,42€ / Min a. Mobilfunknetzen

  • 01802 -> 0,06€ / Anruf a. d. dt. Festnetz / max. 0,42€ / Min a. Mobilfunknetzen

  • 01803 -> 0,09€ / Min a. d. dt. Festnetz / max. 0,42€ / Min a. Mobilfunknetzen

  • 01804 -> 0,20€ / Anruf a. d. dt. Festnetz / max. 0,42€ / Min a. Mobilfunknetzen

  • 01805 -> 0,14€ / Min a. d. dt. Festnetz / max. 0,42€ / Min a. Mobilfunknetzen

Ebenfalls muss ab sofort die Preisangabe in direktem Zusammenhang mit der Servicerufnummer erfolgen!

Januar 2010

Einführung Teilbereich 0180-0 für Offline-Billing im Festnetz

Die Bundesnetzagentur hat erneut ihre Pläne zur Einführung einer frei tarifierbaren 0180-Rufnummerngasse bekräftigt.

Hierdurch soll unter anderem die Realisierung kostenfreier Warteschleifen in der 0180er-Gasse ermöglicht werden. Bei Anrufen aus dem Festnetz gelten wie in den anderen 0180er-Gassen die gesetzlichen Preisobergrenzen von 0,14€ je Minute bzw. 0,20€ pro Verbindung. Für Anrufe aus Mobilfunknetzen erfolgt voraussichtlich ein Online-Billing mit einer Preisobergrenze von 0,42€ je Minute.

Der vorläufige Zeitplan sieht die Beantragung von Rufnummern im Spätherbst 2010, die Zuteilung für Anfang 2011 vor.

September 2009

Keine Migration der 0137er Gasse in die Gasse 0500

Die Bundesnetzagentur hat von den Plänen Abstand genommen, die Gasse 0137 in die ungenutzte Gasse 0500 zu verlagern.

Juni 2009

Preisangabepflicht bei 0180-Rufnummern

Voraussichtlich müssen schon ab Sommer 2009 bei der Bewerbung von 0180 Rufnummern zusätzlich zum Festnetzpreis auch die Kosten für Anrufe aus Mobilfunknetzen explizit angegeben werden. Die Höchstgrenzen bei Anrufen aus Mobilfunknetzen werden von der Bundesnetzagentur voraussichtlich auf 0,42 € je Minute bzw. auf 0,60 € pro Anruf festgelegt.

Aus "Shared Cost" wird "Service Dienste"

Ursprünglich wurde die 0180-Rufnummerngasse als bundesweit einheitlich erreichbare Nummer für Geschäftskunden und Unternehmen konzipiert, bei denen sich der Angerufene und der Anrufer die Gesprächskosten teilen. Aufgrund der stark gesunkenen Entgelte bei den Verbindungspreisen für Anrufe im Festnetz geriet das "Geteilte-Kosten-Prinzip" in den vergangenen Jahren jedoch zunehmend aus der Balance. Speziell bei 01803- und 01805-Rufnummern wurde der Überschuss zwischen den Verbindungsentgelten und den tatsächlichen Kosten für das Herstellen der Telefonverbindung vereinzelt in Form eines sogenannten Werbekostenzuschusses an den Diensteanbieter ausgezahlt, was ein in Teilen unsicheres Terrain für Diensteanbieter und Netzbetreiber darstellte. Das TKGÄndG löst diese Unsicherheit nun durch die Einführung einer neuen Bezeichnung für 0180-Rufnummern - "Service-Dienste" - auf.

Frei tarifierbare 0180-0 Rufnummer

Zukünftig soll es zu den bestehenden fünf 0180 Anrufertarifen eine weitere, durch den Anbieter frei tarifierbare Variante, vergleichbar mit der 0900-Rufnummerngasse, geben. Der Zeitpunkt der Einführung ist allerdings noch offen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter :  Telefonhörer 0800-300 60 100